Zur Kultur in der Swiss-Swiss Democracy

Thomas Hirschhorn, Pius Knüsel, Direktor Pro Helvetia
Thomas Hirschhorn und Pius Knüsel.
Bilder: Sendung Kulturplatz

  • Unabhängige Stiftung, finanziert durch Bundesgelder, betreibt kulturelle Aussenstelle (CCS) in Paris
  • Direktor CCS gibt Schweizer Künstler, wohnhaft in Paris, Carte Blanche
  • Künstler macht Ausstellung «Swiss-Swiss Democracy»
  • Ausstellung provoziert, besonders eine kurze Szene des Theaterstücks eines französischen Regisseurs
  • Medien berichten…
  • Politiker bilden sich via Medien eine Meinung. Keiner besucht Paris.
  • Politiker (Ständerat) beschliesst Kürzung des Budgets der Stiftung um 1 Million. Vorschlag des Beantragenden: Das Geld bei Jugend und Sport einzusetzen, damit Kinder und Jugendliche mit ihrer Tatkraft etwas Positives für die Gesellschaft leisten. In derselben Budgetdebatte wird die kulturelle Erwachsenenbildung um Franken 700’000 aufgestockt und der entsprechende Betrag bei der Filmförderung gekürzt.
  • Medien berichten…
  • à suivre…
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5 Gedanken zu „Zur Kultur in der Swiss-Swiss Democracy

  1. Roger

    Dave,
    Was mich erschreckt hat bei der ganzen Sache, ist dieser Angriff der Politik auf die Kunst im Allgemeinen. Ich denke, Hirschhorn und der diesjährige Sommer-BAK-Film-Skandal kamen da gerade Recht, um bei der Kultur 1.7 Mio einzusparen, um es anderswo auszugeben – bei der Erwachsenenbildung und als Vorschlag (Bieri) bei Jugend und Sport.

    Gerade die Kürzung der Filmförderung nach der Abstrafung von Pro Helvetia ging meiner Meinung nach völlig unter in der ganzen Diskussion.

    PS:
    Man mag halten, was man will von Hirschhorn und seiner Ausstellung, aber die Reaktionen auf die Ausstellung – von der Rundumschlag-NZZ-Kritik von Marc Zintzmann (Dienstag) über die populistische Zuspitzung und Überhöhung von zwei Details durch TV und Zeitungen bis zur – meiner Ansicht nach völlig unverhältnismässigen – und unfairen Budgetkürzung (unfair weil es nicht Hirschhorn trifft) durch den Ständerat, sind in ihrer geballten Kraft schon sehr beunruhigend.

    Das die Freiheit der Kunst plötzlich wieder an die Leine muss, ist neu. Besonders in einer Zeit, in der die politische Propaganda sich selbst sehr viele Freiheiten herausnimmt.

    Siehe dazu auch:
    Grundrechte: Kunstfreiheit
    Kunstfreiheit (Wikipedia)

    Antwort
  2. Miriam

    Ich denke auch, dass es der Politik gerade recht kam, hier ein paar Millionen umzuschaufeln. Wenn es nicht tragisch wäre, dann wäre es einfach eine Lachnummer. Ehrlich gesagt ist es trotz der ganzen Tragweite eine Lachnummer. Eben lächerlich.

    Antwort
  3. Roger

    Abu Graib, die Gegenwart der (US-)Demokratie, und der (von uns herbeigewünschte) Geburtsort der direkten Demokratie.

    Was ist das? Montage? Was hält Godard davon? Wie montiert er?

    Und was kommt dabei heraus, wenn ich Thomas Hirschhorn und Theo van Gogh „montiere“. Was passiert da? Was stellt das für Fragen?

    Antwort

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