Archiv für den Tag Juli 6, 2005

Corporate Weblogs Whitepaper

Jürg Stuker fragte mich, um Meinung, Ergänzungen und Korrekturen zu seinem Whitepaper Corporate Weblogs.

In der Zwischenzeit habe ich es gelesen. Mein Fazit:
Eine sehr gute Einführung für Unternehmen, die vom Phänomen Weblog bzw. Social Software gehört haben, aber nicht wirklich wissen, ob Weblogs auch etwas fürs eigene Unternehmen taugen. Der Fokus des Whitepapers liegt klar auf der Aussensicht und nicht auf der Innensicht (vgl. mit Udell: «Technologist see systems from the inside out, users see them from the outside in»), etwas das ich immer wieder bewundere am ehemaligen CTO.

Einige Anmerkungen und Gedanken meinerseits:

Wichtig bei Weblogs und der tiefgreifenden Veränderung, die damit einhergeht, scheint mir der partizipative Ansatz: Der Einzelne rückt ins Zentrum und der Kunde rückt näher zum Unternehmen. Im besten Fall hilft er mit, das Produkt, die Dienstleistung zu verbessern oder sogar herzustellen.

In der Schweiz steckt das offen partizipative Element über die Unternehmensgrenzen hinweg (Markets are conversations) heute noch in den Kinderschuhen und es fragt sich wie eine eher introvertierte Geschäftskultur auf Weblogs reagieren wird und welche Art von Unternehmens-Weblog-Kultur sich herausbilden wird. Anders gesagt, welche Unternehmensblog-Genres können von der hiesigen Unternehmenskultur leicht absorbiert werden, welche weniger. Eine interessante Übersicht der Genres aus dem Whitepaper: Einsatzmöglichkeiten von Corporate Blogs (Quelle: http://www.zerfass.de/)

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Bei Punkt 5, Ein wenig Technologie, kann man natürlich spitzfindig sein. Die Spitzfindigkeit ist dem einfachen Verständnis sicher nicht zuträglich, deshalb ist das auch ok so. Ich sags trotzdem: RSS ist ein Akronym, das je nach Version etwas anderes heisst: Was Really Simple Syndication bei Winer heisst, heisst RDF Site Summary bei RSS 1.0.

Eine weitere Spitzfindigkeit: Es gibt nicht nur Audio-Podcasts, sondern auch Video-Podcasts (siehe Yahoo). Gerade das Thema Podcasts finde ich übrigens sehr interessant für die (asynchrone) Unternehmenskommunikation. Man denke auch an Text-to-Speech-Lösungen.

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Bei Punkt 6.1. würde ich sagen: Nicht Lernen, sondern von Anfang an «Learning by doing». Man kann viele Blogs lesen, aber erst wenn man bloggt, erfährt man, um was es wirklich geht.
Man sollte aber sicher eher mit etwas Persönlichem bzw. einem persönlichen Blog anfangen, anstatt gleich mit dem Unternehmensblog.

Denis De Mesmaeker, CTO Search.ch, über Traffic und Suchmaschinen

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Meine Notizen:

Suchmaschinen
Suchmaschinen haben ein Problem mit Formularen
Suchmaschinen lieben Links
Suchmaschinen verstehen kein Javascript und Flash
(Google soll jetzt aber daran sein, Flash zu indexieren)
Suchmaschinen tun sich schwer mit Frames
Suchmaschinen lieben schöne URL’s

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Tipps
Aussagekräftige Titel (siehe Udell)
Verlinkung mit sorgfältiger Wahl von Linktexten
Das Wichtigste zuoberst (siehe Udell)
Kevwordgerechter Inhalt
Metatags verwenden
Was macht die Konkurrenz
Messdaten erheben
Geduld
Kaizen

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Für Fortgeschrittene
It’s about the long tail (siehe Amazon)

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Ausblick in die nahe Zukunft

  • Personalisierte Suche
    (Yahoo! Search MyWeb 2.0 Beta; Google Search History (Beta)
  • Minutenaktuelle Resultate
    Hier die Blog-Kurzdefinition von Denis: «sozusagen Online Bücher, mit newsmässigen Beiträgen»
  • Suche von Streaming- und Multimedia-Inhalten
    Google Video
  • Fusion der vertikalen Suchen
    Vertikale Suchen sind z.B. : Telefonbuch, Kino etc.

Bernis Fazit des Abends

Webagenturen sollten eigentlich Kunden der Siteoptimierer (für Suchmaschinen) sein und nicht die Kunden der Webagenturen.

D.h. die Webagenturen haben noch überhaupt kein Bewusstsein dafür, dass der Kunde „gefunden“ werden will. Schon die Basis fehlt, nämlich valide Seiten zu produzieren.

Links
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