Diese verflixten Internettagebücher vernichten Arbeitszeit

Update:
Nach kurzem Googlen, fand ich auch die Quelle, die von der Sonntagszeitung auf Seite 121 unter Badnews zitiert wird:
The Work Force is Surfing von iMedia Connection

Heute in der Sonntagszeitung:

Viel Arbeitszeit für das Lesen von Blogs
Ein Viertel der 140 Millionen berufstätigen Amerikaner besucht während der Arbeitszeit Internettagebücher (sic!). Gemäss einem Branchenmagazin (welches denn bitte?) wendet ein Arbeitnehmer fürs Lesen von Blogs durchschnittlich 3.5 Stunden oder 9 Prozent der Arbeitswoche auf. Die Gesamtzeit der Blogbesuche entsprächen 2.3 Millionen Vollzeitstellen.

Das ist doch toll! Jetzt wird auch noch die Arbeitszeitvernichtungsschiene gefahren. Dazu nur zwei Bemerkungen:

  • Die Wemf und Andreas Economist Post bestätigen den Trend, dass das Internet den anderen Medien immer deutlicher Marktanteile wegnimmt. Wenn ich mich nicht täusche sind wir heute wochentags bei ca. 24 Minuten Zeitungs- und Zeitschriftenkonsum bei den MA Leaders. Das waren mal mehr und ist heute natürlich deutlich weniger, als die 42 Minuten (amerikanischer) Bloglektüre des nicht genannten Branchenmagazins. Interessanterweise habe ich noch nie gehört, dass Zeitungs- und Zeitschriftenlesen Arbeitszeit vernichtet, obwohl zumindest bei den MA Leaders wohl davon ausgegangen werden kann, dass die Zeitung nicht nur zuhause gelesen wird.
  • Eben spricht Konrad Osterwalder, Rektor der ETH, noch von der Wichtigkeit von Weiterbildung (d.h. 1/2 Tag pro Woche). Was wäre denn Blogs lesen anderes, wenn man von Blogs ausgeht, die relevante Informationen für den eigenen Berufsalltag bieten – bei mir persönlich sind das wohl über 80% der Blogs die ich lese.

***

Mit einem gewissen Bezug:
Verschiedene Motivationen bei Bloggern und traditonnellen Medien

Wil Wheaton: when I started my blog, I was very excited about the opportunity to get around media filters and go directly to the audience with whatever was on my mind

David Ewalt: Was that a problem before you had the blog? That regular media outlets weren’t telling your whole story?

Wil Wheaton: Yeah. They need to frame things around their meta narrative, so they only saw me as „A Former Child Actor“ with everything that suggests. I saw myself as a husband, a stepfather, a technology enthusiast, a comic book, gaming, and computer geek …

Siehe auch: Iwan Städler und was Journalismus will

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