Internetbasierter Medienkonsum: Chancen und Risiken für die politische Gesprächskultur der Schweiz? (Recap)

An diesem Gespräch war ich selbst beteiligt und war wohl auch der einzige, der die anderen nicht bereits kannte.

Für Peter Weigelt (Nationalrat FDP) und Günter Heuberger von Radio Top war zu Beginn das Thema revidiertes Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) wichtig. Beide sind nicht zufrieden damit und merken an, dass das Gesetz der heutigen (IPTV-) Realität schon nicht mehr gerecht wird. Beide befürworten mehr Werbemöglichkeiten für die Privaten und sind sich einig, dass der Konsument damit kein Problem hat – zumindest solange Werbung und Sponsoring klar deklariert werden.

Mein Teil widmte sich dann den Blogs, als neuer Bestandteil der Mediasphäre, als ein partizipativ-demokratisches Element, das in den bisherigen Mediendiskurs als Alternative und Korrektiv einzugreift. Dabei kam die Diskussion über den Umweg „Popularität von einzelnen Blogs“ auch auf die Quote. Das Argument Quote bei Fernsehen, Radio = Visits bei Blogs, liess ich dann stehen. Hier bedürfte es noch der Klärung, da wir bei den Blogs, doch bereits mehrere Instrumente haben, um die Popularität bzw. Relevanz zu messen – nicht nur Visits, sondern eben mit der Verlinkung auch ein qualitatives Element.

Nachtrag
Auch das qualitative Element liesse sich nochmals verbessern, da gerade A-List-Blogs, die sich vor allem in der Zeit 2002-Mitte 2004 breit etablieren konnten durch Ihrem Zeitvorteil wohl überpopulär sind. In meiner Blogroll hat es einige Links, die auf A-List-Blogger zeigen, die ich aber kaum mehr je besuche. Bei anderen wird es nicht anders sein.

Natürlich gibt es einige Beispiele von A-List-Blogs, die eher spät entstanden sind – aber die Ausnahme bestätigt die Regel. Eine einfache Methode, die A-List-Blogger wieder einmal auf ihre aktuelle Relevanz zu überprüfen, wäre sie zum Wechsel der Internet-Adresse zu bewegen;)

Die Blogszene wurde auch so eingeschätzt, dass man einfach etwas publizieren kann und dann gesehen wird. Dem musste ich widersprechen. Gerade bei Blogs, bauen sich die Publika über Zeit auf, d.h. man muss schon eine gewisse Relevanz haben bzw. sich als Medium etabliert haben, um auch gesehen zu werden. Hat man eine gewisse Leser- und Diskussionsschaft, dann erst kann man auch punktuell Zeichen setzen. Es lohnt sich deshalb nicht einen Blog für eine punktuelle Aktion zu eröffnen.

In diesem Zusammenhang wurde dann auch noch zum Thema Repuation diskutiert.

Siehe auch Agenda:
swisspolicy.net

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