Eine ideale Kombination: iPod und Zahnarzt

Jedes Jahr gehe ich zum Zahnarzt bzw. zur Dentalhygienikerin und bisher war das eher eine Sache, die zwar keine Ängste mehr hervorruft wie in Kindertagen – 2 Löcher beim sogenannten „Rossmetzger“ plombieren und dazumal immer ohne Narkose – aber doch auch nicht zu den angenehmen Dingen gezählt werden kann.

Letztes Mal hatte ich nun meinen iPod dabei und als ich da so auf dem „Schragen“ lag, dachte ich bei mir: ist ja eigentlich blöd, ich hab da einige Podcasts, die ich gern hören würde anstatt mich auf einen eventuellen Schmerz zu fixieren und dabei dem Sound der Dentalwerkzeuge ausgeliefert zu sein. Also fragte ich die Dentalhygenikerin, ob sie nichts dagegen hätte, wenn ich den iPod einstöpseln würde. Sie fand das eigentlich ganz ok. Es sei zwar bei ihr das erste Mal, aber der Zahnarzt hätte dies sogar schon als Mittel zur Entspannung bei schmerzvolleren Sitzungen eingesetzt.

Am Ende war ich total entspannt, hatte mich während einer vollen Stunde bestens unterhalten, hatte kaum etwas von der Behandlung wahrgenommen und tauschte mich danach auch noch mit der Dentalhygenikerin über das Thema Zahnpflege hinaus aus.

Ich kann also jeder Zahnärztin und jedem Dentalhygieniker nur empfehlen, sich sofort einen iPod für seine Patienten anzuschaffen. Kombiniert mit einem Fragebogen für eventuelle Musikwünsche bzw. Podcast Programme (z.B. das Echo der Zeit) könnte man die Behandlungen bald musikalisch-informativ individuell auf die Kunden abgestimmt anbieten und dabei dem Gang zum Zahnarzt wesentlich entschärfen. Damit das menschliche Element nicht zu kurz kommt, wären einige Gesprächsminuten zu Beginn und zum Schluss der Behandlung fest einzuplanen – als Thema könnte ja der eben gehörte Podcast dienen.

Dass der iPod bereits ziemlich gut mit dem Zahnarzt-Design harmoniert, zeigt folgender Moblog.

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Ein Gedanke zu „Eine ideale Kombination: iPod und Zahnarzt

  1. Andrea

    Schönes Beispiel, perfekt, aus neuropsychologischer Sicht. Was hast Du gemacht? Du hast die Angstzentren im limbischen System, die bei einem Zahnarztbesuch im Schnitt aus Erfahrung und zu recht hochaktiviert sind und sozusagen das ganze System lahmlegen, ausgelinkt, bzw. die neuronale Aktivität durch einen für die persönlich bedeutsamen, stärkeren Reiz umgelenkt. Damit werden die muskalischen Zentren plus angenehme Empfindung stärker aktiviert zu ungunsten der Angstzentren. Sehr vereinfacht gesagt. Gefällt mir, das Beispiel!
    PS: ich registiere schon ungute Gefühle (also:Aktivierung von Angstzentren aufgrund eines visuellen Reizes) wenn ich nur schon Dein Bild anschaue. Auch wenn es designmässig tatsächlich schön ist….

    Antwort

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