Mit Holzkreuz zum VIP-Einlass: Hat Nicole Hess bei Contrechamp abgeschrieben?

Heute lese ich – etwas verspätet – den ersten Cannes-Report von Nicole Hess im Tages-Anzeiger (Do, 18. Mai 2006, S. 53). Beim Bericht über die Medienkonferenz zu The Da Vinci Code habe ich ein Déjà vu. Denn da steht mehr oder weniger in texto, was ich bereits auf französisch bei Sandrine von Contrechamp gelesen habe.

Nun frage ich mich:

  • Kennt Nicole Hess das Contrechamp Weblog?
  • War Nicole Hess überhaupt anwesend?
  • Hat Sie überhaupt den richtigen Presseausweis dafür?

Fragen über Fragen…

PS: Da fällt mir auch wieder ein, was Niklaus Meienberg mal über die Schweizer Korrespondenten in Paris geschrieben hat. Er fand ja, die würden besser gleich zuhause bleiben, mit Satellitenübertragung der französischen TV-Kanäle und Abos bei den wichtigsten französischen Tageszeitungen, weil sie eigentlich eh nichts selbst recherchieren.

Siehe auch (Cannes 2005):
Nicole Hess opening article copies the buzz by NYT

PS: Ich habe nichts gegen copy&paste per se – mache das ja hier sehr, sehr oft. Aber Quellenangaben gehören einfach dazu. Siehe dazu auch den interessanten Artikel von Medienspiegel: Frank A. Plagiator

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2 Gedanken zu „Mit Holzkreuz zum VIP-Einlass: Hat Nicole Hess bei Contrechamp abgeschrieben?

  1. Miriam

    Z. T. ist es schon so, dass die Journis einfach die Pressetexte zum Film übernehmen. Diese Presstexte sind ja auch dazu da, dass sie eben so weiter vearbeitet werden. Die Message soll ja in einem gewissen Ton rüber kommen. Vielleicht haben also beide Journalistinnen die Pressetexte ge-pastet.
    Miriam

    Antwort
  2. Roger

    Sandrine hat ja live von der Pressekonferenz berichtet, d.h. es kann also kaum möglich sein, dass diese vorher in Papierform vorlag.

    PS: Übrigens gehts mir hier nicht um Nicole-Hess-Bashing, da hätte man mich falsch verstanden. Es ist eigentlich purer Zufall, dass es sie gleich zweimal hintereinander trifft.

    Die Cannes-Berichterstattung der NZZ zitiert übrigens – neuerdings? – ihre Quellen. So geschehen beim Da Vinci Code Artikel, da wurde die Zeitung Libération als Argumentenlieferer erwähnt.

    Ein gutes Zeichen.

    Antwort

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