Archiv für den Monat Juni 2008

QR Codes: ein ISO-Standard, eine Erfolgsgeschichte und Cooptition als ideales Modell zum Aufbau eines neuen Marktes

QR Codes: ein ISO-Standard, eine Erfolgsgeschichte und Cooptition als
ideales Modell zum Aufbau eines neuen Marktes

Vorstellung meines 30-Minuten Referats in Wien

Die Heterogenität und Inkonsistenz des mobilen Marktes ist zurzeit der grösste Hemmschuh für eine nachhaltige und kräftige Entwicklung. Das Mobiltelefon wäre eigentlich die ideale Plattform für fast alles, trotzdem stehen Möglichkeiten und Wirklichkeit noch immer in einem eklatanten Missverhältnis.

Neueste Entwicklungen könnten hier jedoch eine rasche Verbesserung bringen und gleichzeitig den „konstruktiven Wettbewerb“ unter Dienstleistern antreiben. Eine dieser neuen Entwicklungen ist das Mobile Tagging, das Lesen von Barcodes mit Mobiltelefonen.

Mit dem QR Code haben wir einen Code, der nicht nur universell nutzbar ist, sondern auch die einzig wirkliche Erfolgsgeschichte in diesem Bereich. In unserer Präsentation versuchen wir darzulegen, wieso QR Codes in Japan ein Erfolg sind, wieso Standards im Aufbau von neuen Märkten eine zentrale Rolle spielen und wieso wir glauben, dass eine rasche internationale Einigung auf Barcodes-Standards den Nutzern, den Telekoms wie auch den Code-Dienstanbietern am meisten Vorteile bringt.

Mit einem Plädoyer für den „offenen“ QR Code als Mobile Tagging Standard, das damit verbundene Geschäftsmodell sowie die Cooptition als Modell für die Code-Dienstanbieter soll dies untermauert werden.

Zum Schluss wollen wir mit unserem neuen Projekt DokoDare (=WoWer) aufzeigen, dass wir den Nutzer vor lauter Technologiebegeisterung nicht ausser Acht lassen sollten. Erst wenn ein hoher, wiederholter und klar identifizierbarer Mehrwert für den Nutzer bzw. Kunden entsteht, wird sich das Mobile Tagging auch breit in der Bevölkerung durchsetzen.

QR-Codes spielend erlernen

Biberfragen mit QR Codes

Biberfragen mit QR-Codes, Bild: Daniel Naef

Daniel Naef hat mit QR Codes gearbeitet. Doch lassen wir ihn gleich direkt zu Wort kommen:

Im Rahmen unserer diesjährigen Projektwoche boten mein Kollege und ich eine Polysportive Woche an. Dabei hatten wir ausgiebig Gelegenheit, uns zu bewegen. Dem Motto «Spielen» entsprechend gestalteten wir rund um die sportlichen Aktivitäten ein Spiel. Jeder Teilnehmer gehörte einer Dreiergruppe an, welche als Team über die fünf Tage hinweg Punkte Sammeln konnte. Punkte gab durch Posten die entweder möglichst schnell angelaufen werden oder an denen Fragen richtig beantwortet werden mussten.

Für die Erfassung der Posten entschloss ich mich für QR-Codes. Jedes Team bekam ein K800i, welche uns von der Swisscom zur Verfügung gestellt wurden. Diese Mobiles sind leider nicht die erste Wahl für den Kaywa-Reader, deshalb war ich ausgesprochen froh um den gesponserten Account von Kaywa. So konnten wir die einfach lesbaren Tags mit Short-Codes verwenden. Diesen waren URLS mit Eingabeformularen hinterlegt. Mittels einem PHP-Skript wurden dann die Daten von «getaggten» Posten einer Textdatei angehängt. Dabei wurden Gruppennamen, Postennamen, Timestamp und allfällige Antworten erfasst. Die Leistungen liessen sich so mittels Excel einfach auswerten.

Jeden Tag gab es eine Abrechnung, wobei die Gruppen ihre Punkte dann auf einem Papierstreifen aufkleben konnten. Die Streifen ergaben nebeneinander ein wandtafelgrosses Diagramm, welches stets den aktuellen Stand des Spieles anzeigte.

Es war das erste Mal, dass ich Tags produktiv einsetzte. Die Schüler haben sehr gut auf das Tag-Jagen angesprochen und es gab keine technischen Pannen. Für mich wird sich zudem im Unterricht eine sehr praktische Gelegenheit bieten, über Datenschutz zu sprechen.

So schauen wir auf eine erfolgreiche Woche zurück. Mehr Fotos gibts auf zimmer3.ch

Materialien:

※ Punkto Datenschutz: Der Kaywa Reader misst nur Scans und den Typ des Mobiltelefons und verknüpft diese explizit nicht mit persönlichen Daten. Wenn persönliche Daten ins Spiel kommen, dann nur über ein zusätzliches Login bzw. Checkin, so dass dies für den Nutzer transparent bzw. vom Web her bekannt ist. Diese Unterscheidung ist uns wichtig und sollte es auch für die Nutzer sein.

Social gaming coming into its own

Links4me

Kiseki – Cellularphone lifelog service starts, see Shop Recommendation by your place

At the timing of the user’s location are sent to the server, Kiseki sends you a recommended shop/restaurant/event info to your phone and those info will be shown on your stand-by screen.

Handbook of Research on Urban Informatics: The Practice and Promise of the Real-Time City
via City of Sound

Memcache at Mixi

※ DokoDare